Monika Schnitzer sprach über "Die Bedeutung von Wettbewerb für Innovation"

Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert dienen die sogenannten Antitrust-Verfahren dazu, Monopolisierung und Kartellbildung in der Wirtschaft entgegenzuwirken. Die zunehmende Machtkonzentration auf wenige große Unternehmen soll durch Bestrafung von Monopolbildungen verhindert werden. In ihrem Vortrag zeigte Monika Schnitzer anhand mehrerer Forschungsarbeiten zu US-Antitrustverfahren, dass durch die wettbewerbssteigernden Antitrust-Maßnahmen zugleich die Innovationstätigkeit in der Wirtschaft erhöht werden kann. Ob durch die ernorme Marktmacht der heutigen Big Tech-Unternehmen die Innovationstätigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft gehemmt wird, bildet dabei die rahmende Frage des Vortrags.
Prof. Dr. Dr. h.c. Monika Schnitzer (externer Link) ist Professorin für Komparative Wirtschaftsforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre liegt im Bereich der Wettbewerbspolitik, der Innovationsökonomik und der multinationalen Unternehmen. Neben der Mitgliedschaft und Beteiligung in verschiedenen Forschungsinstitutionen wurde sie im Jahr 2020 als Wirtschaftweise in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen.
Die Akademievorlesung 2022 wurde von der Schmeil-Stiftung und dem Förderverein finanziert.