
Zwischen 1308 und 1437 herrschten vier Angehörige der luxemburgischen Dynastie über das Heilige Römische Reich sowie weite Teile Europas. Für lange Zeit etablierte sich damit eine wirkmächtige Dynastie, die sowohl politisch als auch wirtschaftlich oder kulturell eine Brückenfunktion zwischen Ost und West ausfüllte. Dabei unterschieden sich die jeweils prägenden Herrscherpersönlichkeiten deutlich voneinander – schon die Zeitgenossen beschrieben die Luxemburger als Helden, Heilige oder sogar als Wüteriche. Mehr als geradlinige Entwicklungen scheinen also Diskontinuitäten die Regierung von Königen und Kaisern geprägt zu haben. Kann man dennoch von einem „langen Jahrhundert der Luxemburger“ von 1308–1437 ausgehen? Lassen sich bestimmte „Herrschaftsstile“ ausmachen, die über alle dynastischen oder politischen Brüche hinweg eine europaweite Vorbildfunktion und Tiefenwirkung monarchischer Herrschaft erreichten? Gemeinsam mit jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Europa sind die Organisatorinnen und Organisatoren der Tagung (die 2013 stattfand), diesen Fragen nachgegangen.
Der Förderverein unterstützte diese Konferenz.